Rechnerrettung

Allgemeine Geschäfts- und Leihbedingungen (AGB) für die Fernreparatur mit Rettungsbox

Stand: 20. August 2026 · Rechnerrettung, ein Angebot von Attomic, Inhaber Tom Göckeritz

AGB als PDF herunterladen · Muster-Widerrufsformular als PDF

Worum es hier geht, in drei Sätzen. Damit ich Ihren Rechner aus der Ferne reparieren kann, schicke ich Ihnen eine kleine Box, die mir gehört und die Sie für die Dauer der Reparatur leihen. Sie zahlen 149 Euro, und zwar nur, wenn die Reparatur gelingt; danach geht die Box mit dem beiliegenden Label zurück. Alles Weitere steht unten so klar, wie ich es hinbekommen habe — wenn etwas unklar ist, rufen Sie mich einfach an.

Kurzfassung

Die Kurzfassung ist eine Lesehilfe. Verbindlich ist allein der vollständige Text ab § 1.

  • Vertrag: Ihre Anfrage über das Formular ist unverbindlich. Der Vertrag kommt zustande, wenn wir den Festpreis am Telefon oder in Textform bestätigen. Sie bekommen diese AGB als PDF per E-Mail.
  • Preis: 149 Euro Endpreis (keine Umsatzsteuer, § 19 UStG), fällig nur bei Erfolg. Misslingt die Reparatur, gibt es keine Rechnung, auch nicht für Versand oder Leihe.
  • Box: bleibt Eigentum des Anbieters. Nur an den vereinbarten Rechner anschließen, nicht öffnen, SIM-Karte nicht entnehmen, nicht weitergeben. WLAN-Zugangsdaten nur telefonisch.
  • Versand: hin und zurück auf Kosten des Anbieters, Retourenlabel liegt bei. Mit dem Label trägt der Anbieter das Transportrisiko auch auf dem Rückweg.
  • Rückgabe: unverzüglich, spätestens 14 Tage nach der Abschlussmitteilung. Danach Erinnerung; nach weiteren 14 Tagen kann der Anbieter statt der Box den Wiederbeschaffungswert verlangen (derzeit bis zu 499 Euro). Bis dahin kann die Box jederzeit zurückgegeben werden.
  • Schäden: normale Abnutzung kostet nichts. Für Verlust oder Beschädigung haften Sie nur, wenn Sie sie zu vertreten haben, höchstens mit dem Wiederbeschaffungswert (bis zu 499 Euro).
  • Daten: Zugriff nur im Rahmen des Auftrags, jederzeit per Kabelziehen beendbar. Keine Fernwartungssoftware auf Ihrem Rechner. Bitte sichern Sie Daten vorher, soweit das noch geht.
  • Widerruf: Verbraucher können den Vertrag 14 Tage lang widerrufen. Da die Vergütung erst mit dem Erfolg entsteht, kostet ein Widerruf vor Erfolg nichts; die Box muss zurück.
  • Kaution: derzeit keine. Auf Wunsch individuell 100 Euro per Überweisung, Rückzahlung binnen 7 Tagen nach Rückgabe.

§ 1 Anbieter, Geltungsbereich, Begriffe

(1) Anbieter ist Tom Göckeritz, handelnd unter Attomic (Einzelunternehmen), Kaulsdorfer Straße 8a, 12621 Berlin, Telefon 0160 954 29 239, E-Mail tom@attomic.de (nachfolgend „Anbieter“). Rechnerrettung ist ein Angebot des Anbieters.

(2) Diese AGB gelten für alle Verträge über die Fernreparatur von Rechnern mit Hilfe einer leihweise überlassenen Rettungsbox (nachfolgend „Box“), die der Anbieter mit Kunden schließt. Sie gelten gegenüber Verbrauchern und Unternehmern.

(3) Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).

(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat. Das gilt auch, wenn der Anbieter in Kenntnis solcher Bedingungen die Leistung vorbehaltlos erbringt.

(5) Individuelle Absprachen, insbesondere zum Reparaturziel (§ 3 Abs. 2), gehen diesen AGB vor.

§ 2 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der Leistung auf der Website ist kein verbindliches Angebot, sondern eine Aufforderung an den Kunden, eine Anfrage zu stellen. Die Anfrage über das Formular oder per Telefon ist für den Kunden unverbindlich und kostenlos.

(2) Nach der Anfrage ruft der Anbieter den Kunden an, klärt den Sachverhalt und teilt mit, ob er die Reparatur aus der Ferne für aussichtsreich hält. Im Telefonat oder in Textform (E-Mail) wird der Festpreis und das Reparaturziel festgehalten. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde dieses Angebot telefonisch oder in Textform annimmt und der Anbieter die Annahme in Textform bestätigt, spätestens jedoch mit dem Versand der Box an den Kunden.

(3) Der Anbieter übersendet dem Kunden die Bestätigung per E-Mail. Die E-Mail, mit der der Versand der Box angekündigt wird, enthält diese AGB als PDF-Anhang sowie einen Verweis auf die jeweils aktuelle Fassung unter rechnerrettung.de/leihbedingungen. Der Vertragstext (Auftragsnummer, Reparaturziel, Preis, diese AGB) wird vom Anbieter gespeichert; der Kunde kann ihn jederzeit per E-Mail anfordern (§ 312i Abs. 1 Nr. 4 BGB).

(4) Vertragssprache ist Deutsch.

(5) Der Anbieter ist berechtigt, eine Anfrage ohne Angabe von Gründen abzulehnen, insbesondere wenn nach seiner Einschätzung ein Hardwaredefekt vorliegt oder der Rechner kein Bildsignal ausgibt.

§ 3 Leistung des Anbieters, Reparaturziel

(1) Der Anbieter repariert den vereinbarten Rechner des Kunden aus der Ferne. Dazu überlässt er dem Kunden leihweise die Box, die zwischen Rechner und Bildschirm angeschlossen wird und dem Anbieter Bild, Tastatur und Maus des Rechners überträgt. Die Arbeit am Rechner erfolgt durch den Anbieter selbst; der Kunde muss nicht anwesend sein.

(2) Die Leistung ist erfolgsbezogen (Werkvertrag, §§ 631 ff. BGB). Geschuldet ist der im Telefonat oder in der Bestätigung festgehaltene Zustand des Rechners (Reparaturziel). Ist nichts Näheres vereinbart, gilt die Reparatur als gelungen, wenn Windows wieder bis zum Anmeldebildschirm startet und der Rechner danach benutzbar ist.

(3) Nicht geschuldet sind Arbeiten, die ein Öffnen des Rechners erfordern, der Austausch von Bauteilen, Datenrettung von defekten Datenträgern sowie die Wiederherstellung von Daten, soweit nicht ausdrücklich vereinbart.

(4) Stellt der Anbieter fest, dass das Reparaturziel aus der Ferne nicht erreichbar ist, teilt er dies dem Kunden mit, nennt nach bestem Wissen die vermutete Ursache und einen sinnvollen nächsten Schritt. Damit ist der Auftrag beendet; eine Vergütung fällt nicht an (§ 5 Abs. 2).

(5) Der Anbieter teilt dem Kunden den Abschluss der Arbeiten in Textform mit („Abschlussmitteilung“) und fasst kurz zusammen, was gemacht wurde. Die Abschlussmitteilung erfolgt sowohl bei Erfolg als auch bei Misserfolg.

(6) Der Anbieter darf sich zur Erfüllung keiner Dritten bedienen, die Zugriff auf den Rechner des Kunden erhalten, es sei denn, der Kunde stimmt zu.

§ 4 Leihe der Box, Mitwirkungspflichten des Kunden

(1) Die Box ist ein Fernwartungsgerät (KVM-over-IP, derzeit PiKVM) mit Mobilfunkmodem und eingelegter SIM-Karte. Zum Lieferumfang gehören die Box, ein Netzteil, die beschrifteten Anschlusskabel (HDMI, USB, Strom), eine gedruckte Anleitung, der Versandkarton und ein Retourenlabel. Der Lieferumfang wird auf dem Beileger aufgeführt.

(2) Der Anbieter überlässt dem Kunden die Box unentgeltlich und leihweise (§§ 598 ff. BGB) ausschließlich für die vereinbarte Reparatur an dem Rechner, der Gegenstand des Auftrags ist. Die Box bleibt jederzeit Eigentum des Anbieters. Eine anderweitige Nutzung, Vermietung, Weitergabe oder Überlassung an Dritte ist nicht gestattet.

(3) Der Kunde wirkt wie folgt mit:

  • Er schließt die Box nach der beiliegenden Anleitung an den vereinbarten Rechner an (Bildkabel vom Rechner in die Box, USB-Kabel von der Box in den Rechner, Netzteil in die Steckdose) und schaltet den Rechner ein.
  • Er stellt für die Dauer der Reparatur Strom am Aufstellort sicher und lässt den Rechner und die Box eingeschaltet, bis der Anbieter den Abschluss mitteilt oder eine Unterbrechung vereinbart ist.
  • Er öffnet die Box nicht, entnimmt die SIM-Karte nicht, verändert die Box nicht und entfernt keine Kennzeichnungen.
  • Er behandelt die Box pfleglich: trocken aufstellen, nicht fallen lassen, nicht abdecken, solange sie läuft.
  • Er meldet dem Anbieter unverzüglich, wenn die Box beschädigt ankommt, nicht funktioniert oder ihm etwas ungewöhnlich vorkommt, statt selbst Änderungen vorzunehmen.
  • Er teilt dem Anbieter Zugangsdaten, die für die Reparatur nötig sind (etwa das Windows-Kennwort oder, falls die Mobilfunkverbindung nicht ausreicht, die WLAN-Zugangsdaten), ausschließlich telefonisch mit — nicht per E-Mail und nicht über das Formular. Der Anbieter speichert solche Daten nicht dauerhaft und löscht sie unverzüglich nach Abschluss des Auftrags; auf der Box gespeicherte WLAN-Daten werden mit dem Zurücksetzen der Box gelöscht (§ 9 Abs. 4).

(4) Verzögert sich die Reparatur, weil der Kunde seine Mitwirkung nicht erbringt (etwa die Box nicht anschließt oder nicht erreichbar ist), kann der Anbieter dem Kunden eine angemessene Frist setzen und den Auftrag nach fruchtlosem Ablauf beenden. Die Box ist dann zurückzugeben (§ 7). Eine Vergütung fällt in diesem Fall nicht an; Ansprüche wegen Nichtrückgabe, Verlust oder Beschädigung der Box bleiben unberührt.

§ 5 Vergütung, Zahlung

(1) Die Vergütung für die Reparatur beträgt 149 Euro, sofern im Einzelfall nichts anderes vereinbart ist. Der Anbieter ist Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG und weist keine Umsatzsteuer aus; der genannte Betrag ist der Endpreis. Darin enthalten sind die Leihe der Box, der Versand in beide Richtungen und die Arbeit des Anbieters.

(2) Die Vergütung entsteht nur, wenn das Reparaturziel (§ 3 Abs. 2) erreicht wird. Wird es nicht erreicht, schuldet der Kunde keine Vergütung, keinen Aufwendungsersatz und keine Versandkosten. § 4 Abs. 4 Satz 3 sowie §§ 7 und 8 bleiben unberührt.

(3) Der Anbieter stellt nach Erreichen des Reparaturziels eine Rechnung per E-Mail. Die Vergütung ist innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Rechnung ohne Abzug per Überweisung auf das in der Rechnung genannte Konto zu zahlen.

(4) Gerät der Kunde in Verzug, gelten die gesetzlichen Regelungen (§§ 286, 288 BGB). Gegenüber Unternehmern beträgt der Verzugszins neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz; zusätzlich kann der Anbieter die Pauschale nach § 288 Abs. 5 BGB verlangen. Gegenüber Verbrauchern beträgt der Verzugszins fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz.

(5) Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Das Zurückbehaltungsrecht des Kunden wegen Mängeln der Leistung bleibt unberührt.

§ 6 Versand, Transportrisiko

(1) Der Anbieter versendet die Box auf eigene Kosten mit einem Paketdienst an die vom Kunden angegebene Anschrift in Deutschland und teilt dem Kunden die Sendungsnummer mit. Dem Paket liegt ein fertig adressiertes und vom Anbieter bezahltes Retourenlabel bei.

(2) Das Risiko des Verlusts oder der Beschädigung der Box auf dem Weg zum Kunden trägt der Anbieter.

(3) Auf dem Rückweg trägt der Anbieter das Transportrisiko, wenn der Kunde die Box mit allem Zubehör ordnungsgemäß verpackt, das beiliegende Retourenlabel verwendet und das Paket beim angegebenen Paketdienst abgegeben hat. Der Kunde bewahrt den Einlieferungsbeleg auf, bis der Anbieter den Empfang bestätigt hat, und stellt ihn dem Anbieter auf Verlangen zur Verfügung.

(4) Versendet der Kunde die Box auf anderem Weg oder ohne das Retourenlabel, trägt er das Transportrisiko und die Versandkosten selbst. Gleiches gilt, wenn der Kunde das Retourenlabel verloren hat und kein neues beim Anbieter anfordert; auf Anforderung stellt der Anbieter ein neues Label kostenlos in Textform zur Verfügung.

§ 7 Rückgabe der Box, Fristen, Nichtrückgabe

(1) Nach der Abschlussmitteilung (§ 3 Abs. 5) trennt der Kunde die Box vom Rechner, verpackt sie mit Netzteil, allen Kabeln und Zubehör in den Versandkarton, klebt das Retourenlabel auf und gibt das Paket unverzüglich beim Paketdienst ab, spätestens 14 Tage nach Zugang der Abschlussmitteilung. Für die Fristwahrung genügt die rechtzeitige Abgabe beim Paketdienst.

(2) Die Rückgabepflicht besteht unabhängig davon, ob die Reparatur gelungen ist, ob der Auftrag nach § 4 Abs. 4 beendet oder ob der Vertrag widerrufen wurde (§ 13).

(3) Ist die Box nach Ablauf der Frist aus Absatz 1 nicht beim Anbieter eingegangen, erinnert der Anbieter den Kunden in Textform oder telefonisch und setzt ihm eine Nachfrist von weiteren 14 Tagen.

(4) Geht die Box auch innerhalb der Nachfrist nicht ein, kann der Anbieter nach Ablauf der Nachfrist statt der Rückgabe Schadensersatz statt der Leistung verlangen (§§ 280, 281 BGB). Der Schaden bemisst sich nach dem Wiederbeschaffungswert der Box samt Zubehör; dieser beträgt derzeit bis zu 499 Euro. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Bis zum Zugang des Schadensersatzverlangens kann der Kunde die Box jederzeit zurückgeben; der Anspruch auf Schadensersatz statt der Leistung entfällt dann. Weitergehende Ansprüche, etwa wegen Verzugs, bleiben unberührt.

(5) Verlangt der Anbieter Schadensersatz statt der Leistung, geht mit vollständiger Zahlung das Eigentum an der Box nicht auf den Kunden über; taucht die Box später auf, ist sie an den Anbieter herauszugeben, der den gezahlten Betrag abzüglich der ihm tatsächlich entstandenen Kosten (etwa Ersatzbeschaffung, SIM-Sperrung) zurückerstattet.

(6) Der Anbieter bestätigt dem Kunden den Eingang der Box in Textform.

§ 8 Verlust und Beschädigung der Box

(1) Veränderungen oder Verschlechterungen der Box, die durch den vertragsgemäßen Gebrauch herbeigeführt werden (etwa leichte Kratzer am Gehäuse, Abrieb an Steckern), hat der Kunde nicht zu vertreten (§ 602 BGB).

(2) Für Verlust, Diebstahl oder Beschädigung der Box während der Leihzeit haftet der Kunde nur, wenn er sie zu vertreten hat (§§ 276, 278 BGB). Der Kunde hat auch Handlungen von Personen zu vertreten, denen er Zugang zur Box verschafft hat. Als zu vertreten gilt insbesondere ein Verstoß gegen § 4 Abs. 3, etwa das Öffnen der Box oder das Entnehmen der SIM-Karte.

(3) Bei Beschädigung ersetzt der Kunde die Reparaturkosten, bei Verlust oder wirtschaftlichem Totalschaden den Wiederbeschaffungswert, jeweils höchstens 499 Euro. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.

(4) Die Leihzeit beginnt mit der Zustellung der Box beim Kunden und endet mit der Abgabe beim Paketdienst unter den Voraussetzungen des § 6 Abs. 3, andernfalls mit dem Eingang beim Anbieter.

(5) Hinweis: Schäden an geliehenen Sachen sind häufig über eine Privathaftpflicht-, Hausrat- oder Betriebshaftpflichtversicherung des Kunden abgedeckt. Der Anbieter empfiehlt, dies im Schadensfall zu prüfen.

§ 9 Fernzugriff und Datenschutz

(1) Über die Box hat der Anbieter für die Dauer der Reparatur Zugriff auf den angeschlossenen Rechner: Er sieht den Bildschirminhalt und kann Tastatur und Maus steuern. Der Zugriff erfolgt ausschließlich im Rahmen des Auftrags und nur auf das, was für die Reparatur erforderlich ist. Maßnahmen, die Daten des Kunden verändern oder löschen, nimmt der Anbieter erst nach ausdrücklicher Freigabe durch den Kunden vor.

(2) Auf dem Rechner des Kunden wird keine Fernwartungssoftware installiert. Der Anbieter hinterlässt auf dem Rechner keine Zugänge, Konten oder Programme, die über das zur Reparatur Erforderliche und mit dem Kunden Besprochene hinausgehen.

(3) Der Kunde kann den Zugriff jederzeit und ohne Rücksprache beenden, indem er ein Kabel der Box zieht.

(4) Nach Abschluss des Auftrags sperrt der Anbieter den Zugang zur Box. Vor der nächsten Verwendung wird die Box zurückgesetzt; dabei werden sämtliche auftragsbezogenen Daten auf der Box (einschließlich etwaiger WLAN-Zugangsdaten) gelöscht. Daten vom Rechner des Kunden werden nicht auf der Box gespeichert und nicht in Cloud-Dienste übertragen.

(5) Welche personenbezogenen Daten der Anbieter im Zusammenhang mit Anfrage und Auftrag verarbeitet und wie lange sie aufbewahrt werden, ergibt sich aus der Datenschutzerklärung. Die Verarbeitung der Daten, die dem Anbieter bei der Reparatur auf dem Rechner zur Kenntnis gelangen, erfolgt zur Erfüllung des Vertrags (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO).

(6) Befinden sich auf dem Rechner eines Unternehmers personenbezogene Daten Dritter (etwa Kunden-, Patienten- oder Beschäftigtendaten), schließt der Anbieter auf Wunsch des Kunden vor Beginn der Arbeiten einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO; der Kunde teilt diesen Bedarf im Telefonat mit. Der Anbieter verpflichtet sich unabhängig davon zur Vertraulichkeit über alle Inhalte, die ihm bei der Reparatur bekannt werden.

§ 10 Datensicherung

(1) Für die Sicherung seiner Daten ist der Kunde verantwortlich. Soweit der Rechner noch startet oder Daten auf anderem Weg erreichbar sind, sichert der Kunde vor Beginn der Reparatur alle Daten, auf deren Erhalt er Wert legt.

(2) Startet der Rechner nicht mehr, ist eine Sicherung durch den Kunden häufig nicht möglich. Der Anbieter hält in diesem Fall vor jedem Eingriff in die Datenträger (etwa Reparatur des Dateisystems, Wiederherstellung von Systemdateien, Zurücksetzen oder Neuinstallation) ausdrücklich Rücksprache mit dem Kunden und führt solche Schritte erst nach dessen Freigabe aus. Eine Sicherung vor dem Eingriff kann nach Absprache Teil der Leistung sein, wenn sie technisch möglich ist.

(3) Jede Reparatur an einem nicht startenden System birgt das Risiko, dass Daten verloren gehen oder beschädigt werden. Der Anbieter arbeitet sorgfältig, kann den Erhalt aller Daten aber nicht garantieren. Die Haftung für Datenverlust richtet sich nach § 11 Abs. 4.

§ 11 Haftung des Anbieters

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer vom Anbieter übernommenen Garantie.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht haftet der Anbieter begrenzt auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(4) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nach Maßgabe der Absätze 1 bis 3 nur bis zu dem Betrag, der für die Wiederherstellung der Daten erforderlich gewesen wäre, wenn der Kunde eine ordnungsgemäße und regelmäßige Datensicherung vorgenommen hätte, soweit ihm eine solche Sicherung möglich und zumutbar war (§ 10 Abs. 1). War eine Sicherung nicht möglich (§ 10 Abs. 2) und hat der Anbieter die nach § 10 Abs. 2 erforderliche Rücksprache unterlassen, gilt diese Begrenzung nicht.

(5) Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Anbieters und für die persönliche Haftung des Anbieters aus unerlaubter Handlung.

§ 12 Gewährleistung

(1) Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte des Werkvertragsrechts (§§ 634 ff. BGB).

(2) Tritt das behobene Problem nach der Abschlussmitteilung erneut auf und beruht das auf einem Mangel der Leistung des Anbieters, zeigt der Kunde dies dem Anbieter unverzüglich an. Der Anbieter kann nach seiner Wahl nachbessern, insbesondere erneut aus der Ferne; hierzu stellt er dem Kunden bei Bedarf erneut eine Box zur Verfügung. Erst wenn die Nachbesserung fehlschlägt, verweigert wird oder unzumutbar ist, kann der Kunde die Vergütung mindern oder vom Vertrag zurücktreten.

(3) Keine Mängel sind Probleme, die auf anderen Ursachen beruhen als dem behobenen (etwa neue Hardwaredefekte, neue Schadsoftware, spätere Updates oder Änderungen durch den Kunden oder Dritte).

(4) Gegenüber Unternehmern beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche ein Jahr ab Abnahme; dies gilt nicht für Ansprüche nach § 11 Abs. 1.

§ 13 Widerrufsrecht für Verbraucher

(1) Verbrauchern steht bei Verträgen, die ausschließlich über Fernkommunikationsmittel (Website, Telefon, E-Mail) geschlossen werden, das folgende gesetzliche Widerrufsrecht zu.

Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.

Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Tom Göckeritz, Attomic, Kaulsdorfer Straße 8a, 12621 Berlin, Telefon 0160 954 29 239, E-Mail tom@attomic.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.

Ende der Widerrufsbelehrung

(2) Vorzeitiger Beginn und Erlöschen. In der Regel möchten Kunden, dass der Anbieter sofort beginnt und nicht erst nach Ablauf der Widerrufsfrist. Beginnt der Anbieter auf ausdrückliches Verlangen des Kunden vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung, erlischt das Widerrufsrecht, wenn der Anbieter die Leistung vollständig erbracht hat und der Kunde vor Beginn ausdrücklich zugestimmt und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Anbieter verliert (§ 356 Abs. 4 BGB). Dieses Verlangen und diese Bestätigung holt der Anbieter bei Auftragserteilung ein und dokumentiert sie in der Auftragsbestätigung.

(3) Klarstellung zum anteiligen Betrag. Da die Vergütung nach § 5 Abs. 2 erst mit Erreichen des Reparaturziels entsteht, schuldet der Kunde bei einem Widerruf vor Erreichen des Reparaturziels keinen anteiligen Betrag und keine Versandkosten. Wurde eine Kaution gezahlt, wird sie nach § 14 Abs. 2 zurückerstattet.

(4) Rückgabe der Box. Der Widerruf lässt die Pflicht zur Rückgabe der Box (§ 7) unberührt. Der Kunde sendet die Box mit dem beiliegenden Retourenlabel auf Kosten des Anbieters zurück.

(5) Das Muster-Widerrufsformular finden Sie in § 15 sowie als eigene Seite unter rechnerrettung.de/widerrufsformular (auch als PDF zum Ausdrucken).

§ 14 Kaution

(1) Der Anbieter verlangt derzeit keine Kaution.

(2) Im Einzelfall kann eine Kaution von 100 Euro per Überweisung vereinbart werden. Die Box wird dann nach Eingang der Kaution versendet. Der Anbieter zahlt die Kaution unverzinst innerhalb von 7 Tagen nach Eingang der Box zurück. Der Anbieter kann mit fälligen Forderungen aus diesem Vertrag (insbesondere nach §§ 5, 7 und 8) gegen den Rückzahlungsanspruch aufrechnen; er teilt dem Kunden die Abrechnung in Textform mit.

(3) Andere Formen der Sicherheit (etwa die Hinterlegung eines Zahlungsmittels ohne Abbuchung) können individuell vereinbart werden; sie werden vor Versand der Box in Textform festgehalten.

§ 15 Muster-Widerrufsformular

(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)

An
Tom Göckeritz, Attomic
Kaulsdorfer Straße 8a
12621 Berlin
E-Mail: tom@attomic.de

Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*)/die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*)

 

Bestellt am (*)/erhalten am (*)  

Name des/der Verbraucher(s)  

Anschrift des/der Verbraucher(s)  

Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)  

Datum  

(*) Unzutreffendes streichen.

§ 16 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dem Verbraucher dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts des Staates entzogen wird, in dem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag Berlin. Der Anbieter ist daneben berechtigt, am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden zu klagen.

(3) Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

(4) Erklärungen und Mitteilungen nach diesen AGB bedürfen der Textform (§ 126b BGB), etwa per E-Mail, soweit nichts anderes bestimmt ist. Telefonische Absprachen bestätigt der Anbieter in Textform.

(5) Diese AGB sind jederzeit unter rechnerrettung.de/leihbedingungen abrufbar und können dort als PDF gespeichert und ausgedruckt werden. Die bei Vertragsschluss gültige Fassung erhält der Kunde zusätzlich als PDF per E-Mail (§ 2 Abs. 3).

(6) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.


Stand: 20. August 2026 · Tom Göckeritz, Attomic, Kaulsdorfer Straße 8a, 12621 Berlin · tom@attomic.de · 0160 954 29 239

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