Blauer Bildschirm mit Fehlermeldung
Der Bluescreen sieht nach Totalschaden aus, ist aber meistens keiner. Windows hält an, weil es im Systemkern etwas gefunden hat, mit dem es nicht sicher weiterrechnen kann. Der Code in Großbuchstaben sagt, was gemeint ist; er ist die wichtigste Information, die Sie haben.
Warum Windows abbricht
Ein Stopp-Fehler ist eine Notbremse. Fällt im Kernbetrieb ein Treiber aus, kippt eine Systemdatei oder liefert der Arbeitsspeicher Unsinn zurück, dann hört Windows lieber sofort auf, statt mit falschen Daten weiterzuschreiben. Aus dieser Sicht schützt der blaue Bildschirm genau die Dateien, um die Sie sich gerade Sorgen machen.
Die Codes im Klartext
Fotografieren Sie den Bildschirm, bevor der Rechner neu startet. Diese sechs Codes sehen wir am häufigsten:
- INACCESSIBLE_BOOT_DEVICE. Windows findet die Platte, von der es starten soll, nicht mehr oder kann den passenden Treiber dafür nicht laden. Klassiker nach einem abgebrochenen Update oder nachdem im BIOS der Festplattenmodus umgestellt wurde.
- CRITICAL_PROCESS_DIED. Ein Windows-Prozess, ohne den nichts läuft, ist weggebrochen. Dahinter steckt oft eine beschädigte Systemdatei.
- KERNEL_SECURITY_CHECK_FAILURE. Eine interne Prüfung ist fehlgeschlagen. Häufig ein veralteter Treiber, seltener defekter Arbeitsspeicher.
- SYSTEM_SERVICE_EXCEPTION. Ein Systemdienst hat etwas getan, das er nicht darf. Meistens Treiber, gern die von Virenscannern und VPN-Programmen.
- PAGE_FAULT_IN_NONPAGED_AREA. Windows greift auf Arbeitsspeicher zu, der nicht da ist, wo er sein sollte. Kandidaten: RAM-Riegel, Treiber, gelegentlich die Auslagerungsdatei.
- VIDEO_TDR_FAILURE. Die Grafikkarte hat auf Anfragen nicht mehr reagiert und wurde zurückgesetzt. Fast immer der Grafiktreiber, manchmal Überhitzung.
Der Code allein ist eine Richtung, keine Diagnose. Zwei Rechner mit demselben Code können völlig verschiedene Probleme haben.
Einmal ist kein Muster
Ein einzelner Bluescreen nach Wochen störungsfreiem Betrieb muss Sie nicht beunruhigen; das passiert, und danach läuft der Rechner oft monatelang weiter. Kritisch wird es, wenn sich derselbe Code wiederholt, wenn der Abstand kürzer wird oder wenn Windows gar nicht mehr bis zum Anmeldebildschirm kommt. Dann arbeitet etwas dauerhaft gegen das System, und Abwarten macht es nicht besser. Kommt der Rechner überhaupt nicht mehr hoch, hilft die Seite Der PC startet nicht mehr beim Einordnen.
Was Sie vorher tun können
Notieren Sie den Code, und zwar genau. „Irgendwas mit Kernel“ bringt niemanden weiter, KERNEL_SECURITY_CHECK_FAILURE dagegen schon. Denken Sie außerdem daran, was zuletzt anders war: ein Update, ein neuer Drucker, ein frisch installiertes Programm, ein Riegel Arbeitsspeicher, den jemand nachgerüstet hat. Wenn Sie es zwischen zwei Abstürzen bis zum Anmeldebildschirm schaffen, hilft der abgesicherte Modus über Umschalt und Neustart; läuft der Rechner dort stabil, liegt es fast sicher an einem Treiber und nicht an der Hardware.
Unser Weg
Über die Servicebox sehen wir Ihren Bildschirm ab dem BIOS, also lange bevor Windows lädt. Damit kommen wir auch dann in die Reparaturumgebung, wenn der Rechner sich sonst nur noch im Kreis dreht. Bevor wir irgendetwas verändern, sichern wir Ihre Daten auf ein externes Medium; erst danach beginnt die eigentliche Arbeit: abgesicherter Modus, verdächtige Treiber raus, das letzte Update deinstallieren, Wiederherstellungspunkt, Prüfung von Datenträger und Systemdateien. Bleibt der Fehler auch dann, spricht vieles für defekten Arbeitsspeicher oder eine sterbende Platte. Das sagen wir Ihnen deutlich, statt weiter an der Software zu schrauben.
So läuft es ab
Kurzes Telefonat, dann geht die Box am nächsten Werktag raus. Drei Kabel einstecken, den Rest machen wir. Zurück geht sie mit dem beiliegenden Etikett.
149 €, fällig nur wenn Ihr Rechner wieder läuft. Sonst kostet es nichts, Versand eingeschlossen. Endpreis, keine Umsatzsteuer nach § 19 UStG.
Anfrage stellen oder anrufen: 0160 124 9090.